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Zusammenarbeit mit der Presse

Referenten
und Vorträge
am 10.9.05


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Tipps für die Zusammenarbeit mit der Presse

Referenten und Vorträge:

Michael Eidenbenz
«Wie verkaufe ich meine Veranstaltung gegenüber der Presse»

Florian Schär
«Ein Dutzend Beispiele, wie man nicht schreiben soll.»

Helmut Dworschak
«Interne Auswahlkritierien bei der Kulturberichterstattung»


Allgemeine Tipps

Journalistinnen und Journalisten sind Menschen. Beleidigen Sie sie nicht, mit einem höflichen und informativen Gespräch kommen Sie weiter.

Denken Sie sich in die Arbeit der Pressefachleute hinein: Wie würden Sie auswählen und entscheiden, wenn das Ihre Arbeit wäre?

Rufen Sie an und fragen Sie nach. Lassen Sie sich erklären, wie die Redaktion einer Zeitung funktioniert. Fragen Sie, welche (Gratis!) Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Halten Sie die Form-Vorgaben ein, Fristen, Vollständigkeit und Kontaktadresse.


Michael Eidenbenz, Musikkritiker beim «Tages-Anzeiger» und «züritipp»

«Wie verkaufe ich meine Veranstaltung gegenüber der Presse»

Michael Eidenbenz erklärte aus seiner Erfahrung, wie man seine Veranstaltung orginell darstellen kann um eher das Interesse einer Zeitungsredaktion zu wecken.

Kurze Zusammenfassung

• Es geschieht oft, dass Veranstalterinnen und Veranstalter die Wichtigkeit ihrer Events überschätzen. Es kann verletzen, wenn eine Redaktion anders auf die Informationen reagiert, als erwartet oder gewünscht. Deshalb ist eine Portion Selbstkritik (Distanz) angebracht.

• Die Presse ist interessiert an guten Texten über spannende, relevante Themen! Aus vielen Veranstaltungen lässt sich ein interessanter Beitrag gestalten, wenn man sie in einen grösseren gesellschaftlichen oder kulturellen Kontext an- und einbindet.

• Schreiben Sie gut! Gutes Deutsch erhöht die Chancen auf Beachtung. Es erleichtert die Arbeit in der Redaktion, bzw. es verringert den Korrekturaufwand.

• Elektronische Beiträge haben bessere Chancen, als Schreibmaschinentexte oder handschriftliche Beiträge. Das Abschreiben ist aufwändig.

• Bieten Sie der Redaktion von sich aus ein Thema und einen Text an. Schreiben Sie über Ihre Fachgebiete. Bereiten Sie Bildmaterial vor und stellen Sie es zur Verfügung "wenn erwünscht".

• Die sicherste und effizienteste Gratiswerbung sind die Veranstaltungskalender/Agenden, welche die meisten Zeitungen pflegen.

• Schicken Sie Informationen rechtzeitig, etwa 2 Wochen im voraus.

• Ein Beitrag muss vollständig sein:
Was, Wer, Wo, Wann (die vier W's!)?
Wie hoch ist der Eintrittspreis?
Wer ist zuständig?

• Wenn Ihrer Meinung nach zuwenig über die Themen berichtet wird, die sie interessieren, dann schreiben Sie der Redaktion einen höflichen Brief. Geben Sie sich als Publikum zu erkennen, welches sich für bestimmte Themen interessiert.


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Florian Schär, Redakteur und Musikkritiker bei «Neues Bülacher Tagblatt»

«Ein Dutzend Beispiele, wie man nicht schreiben soll.»

Florian Schär sammelt in einer sogenannten “roten Mappe” Stilblüten und Kuriositäten, die über seinen Scheibtisch gewandert sind. Er machte Vorschläge für gute Formulierungen und die Darstellungsform und erklärte, warum bestimmte Texte direkt im «Rundordner» landen.

Beim Beliefern einer Redaktion mit Informationen über die eigenen Veranstaltungen sollten einige Merkmale beachtet werden.

• Auswahl des Mediums
• Form
• Inhalt
• Stil-Tipps

Lesen Sie die stichwortartigen Tipps, die Florian Schär als Handout während des Vortrags verteilt hat:

PDF Das Eingesandte – Ein kleines Kunstwerk


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Helmut Dworschak, Redaktor beim «Landboten», Winterthur

«Interne Auswahlkritierien bei der Kulturberichterstattung»

Immer mehr Veranstalter wollen in den öffentlichen Medien besprochen und beworben werden, denn sie müssen Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen, um Publikum und Geldgeber zu gewinnen. Bei der Berichterstattung muss die Redaktion einer Zeitung eine Auswahl treffen, denn die finanziellen Mittel und der Platz sind begrenzt.

* * *

Täglich erreichen ca. 60 Veranstaltungshinweise die Redaktion per Email. Die Tendenz ist zunehmend, denn die Veranstalter intensivieren ihre PR-Arbeit. Die Redakteure müssen stossweise Papier durchsehen und verarbeiten.

Die Nachrichten werden zuerst nach Ressorts sortiert, und dann die "Highlights" herausgepickt.

Auswahlkriterien

A) Der Landbote berichtet über wichtige Anlässe. Die "Bedeutung" eines Anlasses misst sich an der Ausstrahlung. Dazu gehören bekannte Persönlichkeiten und grosser Publikumsaufmarsch. Unbekannte Namen und kleine Veranstaltungen sind in der öffentlichen Wahrnehmung weniger bedeutend. Die "Bedeutung" ist unabhängig von der Qualität des Anlasses.

B) Gleichzeitig berücksichtigt der Landbote die Bedürfnisse seiner Leserschaft und Veranstalter, er repräsentiert seine Leserschaft. Er beschäftigt sich mit Themen, für die sich die Leserinnen und Leser interessieren.

C) Der Landbote möchte "Gerechtigkeit" walten zu lassen. Die Redaktion berücksichtigt bei der Berichterstattung möglichst alle Veranstaltungsorte und alle Veranstalter. Deshalb kommt es vor, dass gelegentlich eine Veranstaltung ausgewählt wird, die nicht den Kritierien A) oder B) entspricht.

D) Das Ziel einer Tageszeitung ist ein Themen-Mix, der abweschlungsreich und unterhaltsam ist.

E) Auch die persönlichen Vorlieben der Redaktionsmitglieder haben einen Einfluss bei der Entscheidung für oder gegen einen redaktionellen Beitrag.

Merkpunkte für die Medienmitteilung

a) Was - Wann - Wo
Kontaktadressen / Tel.-Nr. für Nachfragen

b) Warum soll die Zeitung berichten? Anreiz bieten

c) Rechtzeitig informieren (2 Wochen im Voraus)